Kirchenfenster an der Südseite neben dem Haupteingang
© KG bochum-nord
Themenfenster - Abendmahl, Pelikan, Schiff und Taufe
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Die Christuskirche im Bezirk Gerthe

 

 

 

 

 

 

Von guten Mächten wunderbar geborgen
erwarten wir getrost, was kommen mag,
Gott ist mit uns, am Abend und am Morgen
und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

 

Dietrich Bonhoeffer

Christuskirche

Annäherungen an einen Heiligen Ort mitten im Alltag und Sonntag der Welt.

Herzlich willkommen und Glückauf!

Innenraum

Nach sechsjähriger Renovierung strahlt der Innenraum der Christuskirche zum 100-jährigen Jubiläum im Jahre 2010.

Der rote Bogen mit den 15 Rosetten-Motiven, der Apsisbogen, lenkt den Blick in den Altarraum und verbindet diesen mit dem Kirchenschiff.

Das heutige Wandgemälde an der Altarwand stammt aus dem Jahr 1955 (Prof. Thol) und zeigt den auferstandenen Christus als Weltenrichter mit seinen 12 Aposteln. Christus wird hier auf dem Regenbogen sitzend dargestellt, die Füße haben Kontakt zur Erde. Dieses Bild ist in seiner Gestaltung sowohl Ausdruck des Zeitgeistes der 1950-er Jahre als auch theologischer Neubesinnungen nach dem 2. Weltkrieg.

In der Mitte steht der Bankaltar, ein Tisch aus Stein, der zum Gottesdienst mit Blumen und Kerzen geschmückt ist. Das große Steinkreuz mit Kruzifix erinnert sichtbar an die Kreuzigung Jesu als Heilstat Gottes zur Versöhnung.

Links vom Altar steht die Kanzel, der Ort der Predigt. Rechts befindet sich der Taufstein mit Taufschale, die durch eine braune Messinghaube abgedeckt ist. Der Text auf dem Taufstein lautet: „Wer da glaubet und getauft wird, der wird selig werden.“ (Mk 16,16)

Emporen und Wandgemälde

Ein Blick von den Altarstufen aus in das Längsschiff der Christuskirche in Richtung Orgel und Südempore zeigt, dass die Christuskirche doppelschiffig asymmetrisch angelegt ist. Auf der linken Bildseite, der Ostseite, gibt es eine ausgebaute Empore. Auf der rechten Bildseite, der Westseite, befindet sich eine großartig gestaltete Wandfläche, die so genannte "Siebold-Rüther-Wand". Einige Motive dieser Wand sind in der Bildergalerie zu finden.

Fenstermotive

Pelikan-Fenster

Pelikan-Fenster

Der Pelikan ist ein frühchristliches Sinnbild für Jesus. Man meinte, der Pelikan ernähre seine Jungen mit seinem Blut.

Heute wissen wir, dass es sich um Fischbrei handelt.

Tauf-Fenster

Tauffenster mit Taube

Das Tauffenster mit der Taube. Sie symbolisiert Gottes Geist. Das Kreuz ist das Zeichen für Gottes Sohn. Die Fische in lebendigem Wasser sind ein altes Erkennungszeichen der frühen Christenheit.

Das griechische Wort für „Fisch“ wurde als Abkürzung für die Worte Jesus Christus Gottes Sohn Retter gedeutet.

Abendmahl-Fenster

Abendmahlsfenster

Im Abendmahl-Fenster weisen der Kelch im Zentrum und das Brot auf rotem Hintergrund hin auf Leib und Blut Christi, Sinnbild der Gemeinschaft unter Gottes Wort, Vergebung der Schuld und Anteilnahme am Reiche Gottes.

Ähren und Weinstock mit Reben erinnern an Worte Jesu:

„Ich bin das Brot des Lebens. Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben.“

Schiff-Fenster

Schiff-Fenster

Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt, fährt durch das Meer der Zeit.
Das Ziel das ihm die Richtung weist, heißt Gottes Ewigkeit.
Das Schiff, es fährt vom Sturm bedroht durch Angst, Not und Gefahr.
Verzweiflung, Hoffnung, Kampf und Sieg, so fährt es Jahr um Jahr.
Und immer wieder fragt man sich: Wird denn das Schiff bestehn?
Erreicht es wohl das große Ziel? Wird es nicht untergehn?

Bleibe bei uns, Herr! Bleibe bei uns, Herr,
denn sonst sind wir allein auf der Fahrt durch das Meer.
O bleibe bei uns, Herr!

(aus einem Kirchenlied)

Dieses Fenster erinnert an die Geschichte von der Sturmstillung (Mk. 4, 35-41)

 

Weitere besondere Fenster befinden sich in der Sakristei und auf der Orgelempore.

Fenster in der Sakristei mit Lutherrose

Fenster in der Sakristei mit Luther-Rose

Die Lutherrose wurde von Martin Luther ab 1530 als Siegel auf seinen Schriften verwendet. Es ist eine weiße Rose, belegt mit einem roten Herzen, darin ein schwarzes Kreuz als ein Sinnbild für Kreuz und Leiden Jesu.

Hinweis: Im restaurierten Apsisbogen findet sich dieses Luthersiegel gleich 2-fach wieder.

Rosettenfenster auf der Orgelempore

Rosetten-Fenster hinter der Südempore

Der Glasentwurf des Rosettenfensters ist von 1955. In 7 Ausschnitten wird die Musica Sacra, der Chor der himmlischen Heerscharen zusammengefasst. Engel mit ihren Instrumenten weisen den Weg der Musik in Gottesdienst und Gemeindeleben.

Zum Lobe Gottes und zur Erbauung diene die Musik in all ihrer Vielfalt.

Orgel

Raupach & Bosch Orgel auf der Südempore

Vor dem Rosettenfenster auf der Südempore steht die Orgel.

Es ist eine Raupach & Bosch Orgel, Kassel, von 1973.

12 Register, 2 Manuale und Pedal sorgen für einen guten Klang bei Gottesdiensten und Konzerten. 

Orgelpfeifen aus der alten Orgel wurden mit verarbeitet.

Ornamente auf den Kirchenbänken

Ornamente auf den Seitenteilen der Kirchenbänke

Im Zuge der Renovierung wurde von allen Kirchenbänken die Farbe entfernt und der natürliche Holzton wieder hergestellt.

Nun lassen sich wieder gut die unterschiedlichen Ornamente auf den Seitenteilen der Bänke erkennen.

Kirchentür

Restaurierte Eingangstür

Auch die Kirchentür wurde aufwändig restauriert.

Kunst in der Christuskirche

Flamme des Heiligen Geistes – so heißt die Skulptur des Gerther Bildhauers Dr. Heinrich Schroeteler

Flamme des Heiligen Geistes heißt die Skulptur des Gerther Bildhauers Dr. Heinrich Schroeteler (†), die der Christuskirchengemeinde Pfingsten 1994 vom Künstler selbst geschenkt wurde.

Aus einer Tonne Carraramarmor, mit der handwerklichen Fertigkeit und ausschließlich klassischer Bearbeitungstechnik des Altertums gefertigt, versinnbildlicht diese Skulptur den "Heiligen Geist" (Apg. 2), eine stete Vergewisserung der Geistkraft in Christus an diesem Ort.