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Die Erlöserkirche im Bezirk Hiltrop

 

 

Nun jauchzt dem Herren, alle Welt!
Kommt her, zu seinem Dienst euch stellt,
kommt mit Frohlocken, säumet nicht,
kommt vor sein heilig Angesicht.

Die ihr nun wollet bei ihm sein,
kommt, geht zu seinen Toren ein
mit Loben durch der Psalmen Klang,
zu seinem Vorhof mit Gesang.

Dankt unserm Gott, lobsinget ihm,
rühmt seinen Namen mit lauter Stimm;
lobsingt und danket allesamt!
Gott loben, das ist unser Amt.

 

David Denicke 1646 

Erlöserkirche im Bezirk Hiltrop

Die Hiltroper Erlöserkirche

... wurde im Juli 1927 nach mehr als zweijähriger Bauzeit in einem festlichen Gottesdienst ihrer Bestimmung übergeben. Seitdem ist sie das beherrschende Bauwerk Hiltrops. Schon von weitem sichtbar grüßt die Ankommenden der massige Bau mit dem originellen Turm und der eindrucksvollen Sandsteinfassade.

Der damalige Leiter des provinzialkirchlichen Bauamtes in Bielefeld, Baurat Karl-Heinrich Siebold, hat die Pläne zum Bau der Erlöserkirche entworfen. Trotz einiger historischer Anklänge an Barock, Renaissance und Romanik ist eine deutliche Abkehr vom üblichen Historismus festzuhalten. Der Kirchbau bezeugt mit der schöpferischen Verarbeitung historischer Formen sogar die Einbeziehung expressionistischer Elemente, was sich etwa in der Westfassade mit der steilen Staffelung der  Turmmotive niederschlägt. Ähnlich expressionistische Tendenz zeigt auch im Inneren der gehäuselose reine Pfeifenprospekt der in die Turmnische eingefügten Orgel von Paul Faust aus Schwelm (erbaut 1928).

Ebenso schlicht ist die gesamte Ausgestaltung des Innenraumes. Der Altarraum liegt nur wenige Stufen erhöht. Die Kanzel links, der Taufstein rechts sind durch Holzbalusterschranken vom Gemeinderaum abgetrennt. Das gleiche Motiv findet sich an der Emporenbrüstung. Die Verwendung von Eichenholz für Wand- und Pfeilerverkleidungen, Brüstungen, Kanzel und Gestühl vereinheitlichen den Raumeindruck und betonen seine Strenge.

Der Innenraum der Erlöserkirche mit Blick Richtung Altar

Innenraum

Das Altarwandbild mit der Himmelfahrt Christi wurde erst 1951 vom Kirchenmaler Wilhelm Rüter ausgeführt und ersetzt eine im Krieg beschädigte Kreuzigungsdarstellung. Weitere Gestaltungselemente, wie etwa die bleiverglasten Fenster, sind später geschaffen worden, binden sich aber harmonisch in den Baustil ein.

Die Kirche als Bauwerk hat entscheidend zur Ortsgeschichte und Identitätsbildung Hiltrops beigetragen, unabhängig von der Konfession der Hiltroper Bürger. Sie war eh und je ein integratives Moment im Leben der Bergarbeitergemeinde Hiltrop mit ihren beiden großen  Zechen Lothringen IV und Constantin X, deren Werksleitungen den Kirchbau mit Finanz- und Sachmitteln unterstützt haben, so dass die Gemeinde die für den Bau erforderlichen 380.000 Reichsmark, das entspräche etwa einem heutigen Wert von 1,25 Millionen Euro, zusammentragen konnte.

In dem kürzlich erschienenen Buch „Sakrale Baukunst in Bochum“ wird deutlich festgestellt, dass unsere Erlöserkirche „zu den bedeutendsten und repräsentativsten evangelischen Sakralbauten der 1920er Jahre in Westfalen“  gehört. Seit 1992 bzw. 1995 stehen die Kirche und das sie umgebende Gelände unter Denkmalschutz. 

Seitdem hat eine umfassende Sanierung des Gebäudes in mehreren Abschnitten stattgefunden. Die  hohen Kosten von über 1 Million Euro wurden hauptsächlich durch Spenden vieler Gemeindeglieder aufgebracht.  Ende 2011 wurde die Stiftung Erlöserkirche gegründet, die sich unter der Treuhänderschaft der Kirchengemeinde darum bemüht, nachhaltig die Erlöserkirche und die darin befindliche Paul-Faust-Orgel als Denkmal zu erhalten.

Paul-Faust-Orgel aus dem Jahr 1929

Motivfenster

Der Bochumer Künstler Ignatius Geitel (1913-1958) hat 1950 im Auftrag der Kirchengemeinde die Fenster der Kirche restauriert und zum größten Teil neu gestaltet. Es sind insgesamt 10 Motivfenster, acht „kleine“ im Erdgeschoss und zwei große Mittelfenster hinter den Seitenemporen.

Die kleinen Fenster an der Südseite sind inzwischen alle dank großzügiger Spenden unserer Gemeindeglieder restauriert worden. Diese kleinen Fenster, die den Gottesdienstbesucher während der stillen Zeiten in der Kirche zum Nachdenken und zur Besinnung anregen sollen, sind voller christlicher Symbolik. Ihre Bedeutung erschließt sich nicht beim ersten Hinsehen.

Es lohnt sich in der Tat, beim Morgensonnenschein am Sonntag zum Gottesdienst zu kommen, um auch die ganze Intensität der Farben unserer kleinen Motivfenster auf sich wirken zu lassen. Jedes Fenster für sich ist ja eine Predigt in Bildern. Und dem Künstler ist es gelungen, die Aussage unserer Erlösung durch Jesus Christus immer wieder neu zu gestalten. 

Kreuz mit Schlange

1. Bild - Kreuz mit Schlange

Das nebenstehend abgebildete Fenster ist eines der beiden hinteren Motivfenster auf der Südseite (das ist die dem Kindergarten und dem Gemeindehaus zugewandte Seite) der Kirche.

Alle Motivfenster gehorchen trotz unterschiedlicher Bilder einem gemeinsamen Gestaltungsprinzip, das dem Namen unserer Kirche verpflichtet ist. Die Erlöserkirche hat ihren Namen von Jesus Christus; und der bildet symbolisch als ein deutlich sichtbares Kreuz das Zentrum aller Fenster. Christus, unser Erlöser, steht also im Mittelpunkt auch der hier abgebildeten Darstellung. Ebenfalls sind deutlich sichtbar jeweils ein Quadrat und ein Kreis, die das Bild umschließen und mit dem Kreuz eine deutliche konzentrierende Klammer um die Motive bilden. Das Quadrat steht für die Erde, und der Kreis symbolisiert die Vollkommenheit des Himmels. Der Künstler wollte mit diesem immer wiederkehrenden Hintergrund verdeutlichen, dass Jesus Christus, unser Erlöser, der Herr und Urgrund der ganzen Welt, also von Himmel und Erde gleichermaßen ist und dass sein Erlösungswerk für das ganze Universum gültig und wirksam ist. 

Auf diesem Hintergrund zeigt das erste Bild eine Schlange. die sich - tot - um das Kreuz windet. 

Damit nimmt der Künstler eine uralte christliche Interpretation der alttestamentlichen Geschichte von der Vertreibung der Menschen aus dem Paradies auf. Gott bestraft die Menschen mit der Mühsal der Arbeit und der Qual des Gebärens und dem Schicksal der mancherlei Unfreiheiten des Lebens, weil sie sein Gebot, nicht vom Baum der Erkenntnis zu essen, übertreten haben. Die Schlange wird, weil sie die Menschen zum Ungehorsam verführt hat, ebenfalls bestraft; und da heißt es im 1. Buch Mose, Kapitel 3, Vers 15: „Ich will Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe und zwischen deinem Nachkommen und ihrem Nachkommen; der soll dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen.“

Dieser Vers ist in der altkirchlichen Tradition als „erstes Evangelium“ oder mit einem Fremdwort „Protevangelium“ gedeutet worden. Denn die Schlange begriff man als das Urbild des Bösen oder des Teufels. Als den hier gemeinten Nachkommen des Weibes erkannte man Jesus, und den Fersenstich des Nachkommens der Schlange erkannte man im Kreuzestod Jesu, der aber nur scheinbar der Triumph des Teufels war, weil in Wirklichkeit Jesus am Kreuz den Tod und Teufel besiegt hat, was durch die alttestamentliche Rede vom „er wird dir den Kopf zertreten“ schon angekündigt war. In einem Osterlied heißt es: 

„Wie sträubte sich die alte Schlang,  / da Christus mit ihr kämpfte. / Mit List und Macht sie auf ihn drang, / und dennoch er sie dämpfte. / Ob sie ihn in die Ferse sticht, / so sieget sie doch darum nicht, / der Kopf ist ihr zertreten.“

Gesetzestafeln

2. Bild - Die Gesetzestafeln

Das zweite Fenster zeigt die beiden Steintafeln mit den 10 Geboten, die Gott dem Mose auf dem Berg Sinai gegeben hat, auf dem Hintergrund des Kreuzes Christi.

Mit diesem Bild wollte der Künstler die biblischen Aussagen vermitteln, dass Christus sowohl die Erfüllung als auch das Ende des Gesetzes ist (Römerbrief. Kapitel 10. Vers 4)

Kelch und Hostie

3. Bild - Kelch und Hostie

Das dritte unserer Fenster passt besonders gut in die Passionszeit. Es scheint - verfremdet - Jesus am Kreuz zu zeigen, den dann allerdings ein Ehren- oder Siegeskranz umgibt. Und wirklich, auch beim näheren Hinsehen macht dieser erste Eindruck Sinn. 

Wir erkennen nämlich oberhalb des Querbalkens am Kreuz, als Kopf sozusagen, das Brot des Abendmahls. Kreisrund ist es gehalten, wie eine Oblate im Gottesdienst. Und darunter sehen wir dann, vom Schnittpunkt der Kreuzesbalken ab beginnend bis zum Platz für die Füße, einen Kelch, mit zylindrischem Schaft und gewölbtem Fuß. Sein Nodus wird durch ein Kreuz verziert.

Im Abendmahl ist Jesus gegenwärtig, sein Leib kommt uns zugute im Essen des Brotes, sein vergossenes Blut im Trinken aus dem einen Kelch, so wie er es beim letzten Mahl mit seinen Jüngern gedeutet hat: Er nahm das Brot, dankte, brach es, gab es seinen Jüngern und sprach: „Nehmet hin und esset, das ist mein Leib, der für euch gegeben wird. Solches tut zu meinem Gedächtnis.“ Ebenso auch den Kelch nach dem Abendmahl; er dankte, gab ihnen den und sprach: „Nehmet hin und trinket alle daraus. Dieser Kelch ist das neue Testament in meinem Blut, welches für euch vergossen wird zur Vergebung der Sünden. Solches tut, so oft ihr's trinket, zu meinem Gedächtnis.“

Und der Apostel Paulus sagt (1.Kor 10,16.17): "Der gesegnete Kelch, den wir segnen, ist der nicht die Gemeinschaft des Blutes Christi? Das Brot, das wir brechen, ist das nicht die Gemeinschaft des Leibes Christi? Denn ein Brot ist's: So sind wir viele ein Leib, weil wir alle an einem Brot teilhaben.“ 

Weinstock

4. Bild - Weinstock

Das vierte - vordere - Fenster ist nun aber eindeutig. Das Sinnbild des Weinstocks ist uns geläufig: „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht, denn ohne mich könnt ihr nichts tun.“, sagt Jesus im Johannesevangelium (Kap. 15,5). Die einzigartige, lebenspendende Verbundenheit des Herrn mit seinen Menschen kommt darin zum Ausdruck. Die kräftigen Farben illustrieren das im Original eindrucksvoll.

Dahinter, etwas zarter, ist die Buchstabenfolge J H S zu erkennen: „In Hoc Signo vinces“ - In diesem Zeichen wirst du siegen. Diese Inschrift soll dem Kaiser Konstantin zusammen mit dem Symbol des Kreuzes als Vision vor der entscheidenden Schlacht um Rom 312 erschienen sein. Nachdem Konstantin dann das Kreuz als Feldzeichen verwendet hatte, war sein Sieg nicht mehr aufzuhalten. Das Christentum wurde folgerichtig später zur Staatsreligion des römischen Reiches erhoben.

Wir sind nun vorne rechts am Altarraum angekommen, gehen vom Taufstein hinüber zur Kanzel und betrachten die Fenster an der Nordseite. Wie auf allen anderen Fenstern erkennen wir auch hier die grundlegende Komposition. Beherrschend ist ein Kreuz auf dem Hintergrund eines Quadrates und eines Kreises.

Erinnern wir uns: Der Kreis ist das Symbol für den Himmel; das Quadrat das Symbol für die Erde. Das Kreuz steht für das Erlösungswerk Christi.

Also ist die bei allen Fenstern durchscheinende Hauptaussage folgende: Christus ist der Erlöser der himmlischen und irdischen Welt!

 

Brot und Fisch

5. Bild - Brot und Fisch

Auf dem fünften Fenster erkennen wir einen Korb mit Brot, darunter einen Fisch, im Wasser schwimmend.

Sicherlich hat der Künstler an die Geschichte von der Speisung der Fünftausend gedacht, als er dieses Bild schuf. Im Matthäusevangelium heißt es, dass Jesus die Jünger fünf Brote und zwei Fische an die Volksmenge austeilen ließ und dass alle satt wurden. Ja, es wurden sogar noch 12 Körbe mit übriggebliebenen Brocken aufgesammelt (Matthäus 14, 13-21).

Jesus selbst aber sagt von sich im Johannesevangelium: „Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.“ (Johannes 6, 35)

Der Fisch ist zudem ein urchristliches Symbol für Jesus Christus. Die Buchstaben des griechischen Wortes für Fisch sind die Anfangsbuchstaben der Worte eines Glaubensbekenntnisses: „Jesus Christus, Gottes Sohn (ist) der Retter.“ Das Wasser erinnert wiederum an ein Jesuswort: „Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.“ (Johannes 7,38).

 

Dornenkrone

6. Bild - Dornenkrone

Beim sechsten Fenster ist die Bedeutung offenkundig. Es zeigt den Kern des Evangeliums an, die Passionsgeschichte. Dafür steht die Dornenkrone, die die Soldaten Jesus vor der Kreuzigung auf das Haupt drückten. „Ich glaube an Jesus Christus, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben“, bekennen wir im sonntäglichen Gottesdienst und anlässlich einer jeden Taufe. 

„Lasst uns aufsehen zu Jesus, dem Anfänger und Vollender des Glaubens, der, obwohl er hätte Freude haben können, das Kreuz erduldete und die Schande gering achtete und sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones Gottes“, heißt es im Hebräerbrief (Hebräer 12, 2).

 

Dreifaltigkeit

7. Bild - Dreifaltigkeit

Das siebte Fenster nimmt den uralten (vergeblichen) Versuch auf, Gott bildlich darzustellen. Der Betrachter sieht die beiden Schenkel eines Dreiecks, das Kreuz und eine Taube. Damit sind die drei „Offenbarungsweisen“ des dreieinigen Gottes gemeint. 

Das Dreieck ist schon seit der Antike ein christliches Symbol für Gott. Seine drei Ecken sollen zeigen, dass der eine Gott sich als der „Vater“, der die Welt und das Leben erschuf und erhält, als der „Sohn“, der von Tod und Sünder erlöst, und als der „Heilige Geist“, der die Menschen in seiner Kraft erhält und ihnen den Glauben ermöglicht, erweist.

Die alle Vorstellung übersteigende Größe Gottes hat der Künstler zu verdeutlichen versucht, indem er das Dreieck den Rahmen, den Himmel (Kreis) und Erde (Quadrat) setzen, sprengen lässt.

Das Kreuz, das für Jesus Christus, den Erlöser, steht, tut das auf ähnliche Weise. Mit blutrotem Schaft wurzelt es noch unter der Erde, tiefer und fundamentaler, als wir Irdische es realisieren können. Die Taube schließlich symbolisiert den Heiligen Geist, die Kraft Gottes, die seine Gemeinde und Kirche zusammenhält und bevollmächtigt, in Gottes Namen zu handeln. 

 

Anfang und Ende

8. Bild - Anfang und Ende

Das achte Fenster endlich führt uns ganz in die Wirklichkeit des Evangeliums von Jesus Christus. Auf dem Hintergrund des Kreuzes sehen wir ein Buch, wohl die heilige Schrift. In ihr ist der Anfang und das Ende des Lebens erschlossen; der erste und der letzte Buchstabe des griechischen Alphabets sind die altkirchlichen Symbole dafür.

Jesus selbst sagt von sich im Johannesevangelium: „Ihr sucht in der Schrift, denn ihr meint, ihr habt das ewige Leben darin; und sie ist's, die von mir zeugt“ (Johannes 5,39). 

Und von ihm heißt es in der Offenbarung des Johannes: „Ich bin das A und das O, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende“. (Offenbarung 22, 13).

Unter dem Buch sehen wir eine Tür. Sie soll versinnbildlichen, dass Jesus Christus die Tür zum Leben und zur Wahrheit ist; durch ihn allein haben wir Zugang zur Wirklichkeit Gottes und zur Freiheit seiner Kinder. Er sagt im Evangelium: „Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.“ (Johannes 10,9).

Und schließlich deutet das Wasser auf die Quelle des Lebens und die Taufe hin, die uns mit Christus verbindet. Auch dabei werden wir an ein Wort Jesu erinnert: „Wer von dem Wasser trinken wird, das ich ihm gebe, den wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird in ihm eine Quelle des Wassers werden, das in das ewige Leben quillt.“ (Johannes 4, 14). 

 

Fenster hinter der Nordempore

Nordempore - Ornament mit Christusmonogramm - Christus, Herrscher des Universums

Das große Fenster hinter der Nordempore (zur Frauenlobstraße hin) zeigt in der Mitte ein großes Christussymbol (X und P) auf der Erde stehend. Links sehen wir eine Darstellung der Sonne, rechts ein Bild von Mond und Sternen. 

Jesus Christus, unser Erlöser, ist Herr über den Himmel und die Erde.

 

Fenster hinter der Südempore

Südempore - Ornament mit Kreuz und Krone - Christus, Herrscher für alle Zeit

Das Fenster hinter der Südempore hat folgende Thematik: Jesus Christus – gekennzeichnet durch das große Kreuz – ist König (Krone) über die Welt (Erdkugel).

Aber er ist auch, wie in den stilisierten Buchstaben links (A = Alpha) und rechts (O = Omega) deutlich wird, A und O, Alpha und Omega, der erste und der letzte Buchstabe des griechischen Alphabets. In der Offenbarung des Johannes gilt dies als Bezeichnung Gottes (Offb 1, 8 und 21, 6) und Christi (Offb 22, 13): der Erste und der Letzte, der am Anfang und am Ende Herr ist, aus dem und zu dem alles ist.

 

"Förderkreis Erlöserkirche" und "Stiftung Erlöserkirche Hiltrop"

In den Jahren 2009 bis 2011 wurde die Erlöserkirche grundlegend saniert:

Es wurden sowohl das Dach der Kirche als auch der Turm, alle Seitenfassaden, Treppenaufgänge und der Kirchplatz samt einer neuen Schrägauffahrt für den rollstuhlgerechten Zugang zur Kirche erneuert und für die nächste Zukunft sicher hergerichtet.

Über 1 Million Euro kamen durch Spenden aus der Gemeinde und der Bürgerschaft zusammen und wurden vom "Förderkreis Erlöserkirche" verwaltet und eingesetzt, um die Baumaßnahmen zu realisieren.

Nach der erfolgreichen Sanierung konnte der Förderkreis aufgelöst werden. Zum Erhalt des denkmalgeschützten Gebäudes und zur regelmäßigen Pflege seiner Bausubstanz wurde im Jahr 2012 die Stiftung Erlöserkirche Hiltrop gegründet.